Die Stadttore von Brügge

Früher war Brügge zum Schutz vor Feinden von einer Stadtmauer umgeben. Teil dieser Stadtmauer waren Wachtürme, auf denen die Soldaten standen und darauf achteten, dass sich keine Feinde näherten. Heute sind noch vier dieser Stadttore erhalten geblieben. So stehen das Gentpoort, Kruispoort, Ezelpoort und das Smedenpoort noch immer am Stadtrand von Brügge.

Eingangstore in eines der einst mächtigsten Handelszentren Europas

Doch die Stadttore hatten auch noch eine andere Aufgabe. Sie dienten als Eingang nach Brügge und mussten von den Händlern passiert werden, bevor diese ihre Waren in der Stadt anbieten durften. Da Brügge im Mittelalter ein florierendes Handelszentrum gewesen war, musste das Passieren der imposanten Stadttore für Händler etwas ganz Besonderes gewesen sein.

Gentpoort in Bruegges
Im Gentpoort, dem einst wichtigsten Stadttor Brügges, befindet sich heute ein Museum.  © Jan D'Hondt / brugge.be

Das Gentpoort-Museum – Hier erfahren Sie alles über die Stadtmauer von Brügge

Das Gentpoort (Genter Tor) war mit eines der wichtigsten Stadttore Brügges und ist bis heute in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben. Inzwischen dient es als Museum, in dem die Geschichte der Stadtmauer genau erläutert wird. Zudem beherbergt das Museum eine beeindruckende Waffensammlung. Das Museum befindet sich an der Gentpoortvest (Bushaltestelle: Gentpoort, Gentpoortstraat nr. 48). Geöffnet hat das Museum samstags und sonntags von 9:30 bis 12:30 Uhr sowie von 13:30 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro. Jugendliche und junge Erwachsene bis einschließlich 25 Jahre sowie Senioren ab 65 Jahre zahlen 3 Euro. Für Kinder bis zum Alter von einschließlich 11 Jahre entfällt der Ticketpreis.

Kruispoort, Ezelpoort und Smedenpoort – Alle einen Besuch wert

Auch die anderen Tore sind einen Besuch wert. Das Kruispoort beispielsweise wird bei Einbruch der Dunkelheit von vielen Lampen angeleuchtet und erstrahlt dann im Dunkeln. Das Ezelpoort ist eines der ältesten Stadttore von Brügge und hat im Laufe der Jahre viel erlebt. Häufig war es soweit zerstört, dass Wiederaufbauten notwendig wurden. Das Smedenpoort diente hauptsächlich zur Abwehr von Feinden. Wer heute darunter durchgeht, dem wird ein Schädel auffallen. Dieser Schädel dient als Mahnmal für Verräter, denn einst öffnete hier ein Belgier den Feinden das Tor und wurde dafür mit dem Tod bestraft.

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